Auf der Durchreise

Im 19.Jahrhundert lebte in Polen ein bekannter jüdischer Rabbi mit Namen Hofetz Chaim. Zu ihm kam eines Tages ein Besucher, um einen Rat von ihm zu erbitten. Als der Mann sah, dass die Wohnung des Rabbi aus einem winzigen Zimmer bestand, in dem sich nur eine Bank, ein Tisch mit Stuhl und viele Bücher befanden, fragte er den Rabbi verwundert:
„ Meister, wo haben Sie Ihre Möbel und den Hausrat?“
„Wo haben Sie Ihre?“ erwiderte der Rabbi.
„Meine?“ fragte der verblüffte Fremde, „ich bin doch nur zu Besuch hier. Ich bin doch nur auf der Durchreise!“
„Ich auch!“ sagte Hofetz Chaim.

Unser Leben ist eine wunderbare Reise. Beschweren wir uns nicht mit zu viel unnützem Ballast. Wir haben ein großes Ziel und ein wunderbares Zuhause bei Gott. Bis dahin sind wir auf der Durchreise.

Eine Reise durch den Körper

Meditationsübung

Legen Sie sich locker und entspannt auf den Boden und konzentrieren Sie sich nur auf sich selbst. Schließen Sie dabei die Augen.

Wenden Sie Ihre Aufmerksamkeit Ihrem rechten Arm zu. Nehmen Sie wahr, wie Ihr Arm liegt und wieviel Gewicht er hat. Stellen Sie sich vor, sie lägen im Sand – wo sinkt der Arm am tiefsten ein?

Wandern Sie nun zum linken Arm, wie fühlt er sich im Vergleich zum rechten an, wo liegt er, wie tief würde er im Sand einsinken?

Entspannen Sie Ihre Armmuskeln, lassen Sie die Arme nach unten fallen. Nehmen Sie wahr, wie sich das anfühlt.

Nun sammeln Sie Ihre Gedanken und wandern weiter zum Rumpf. Fühlen Sie, wo Ihre Schultern, Ihr Rücken, Ihr Gesäß am Boden aufliegen und wie schwer sie sind. Gehen Sie Ihren Rücken durch von den Schultern bis zum Po.

Nehmen Sie wahr, wie sich Ihr Bauch hebt und senkt, wenn Ihr Atem langsam ein- und ausströmt. Lassen Sie Ihren Atem kommen und gehen, ganz wie er will.

Wandern Sie weiter zu Ihren Beinen. Wo liegt das rechte Bein auf dem Boden auf, wo das linke. Wie weit würden Ihre Beine im Sand einsinken. Lassen Sie auch die Muskeln Ihrer Beine schwer werden und entspannt nach unten fallen.

Nehmen Sie jetzt wahr, wie Ihr Hinterkopf auf dem Boden aufliegt. Gehen Sie mit Ihren Gedanken weiter ins Gesicht. Lassen Sie die Gesichtsmuskeln locker wegsinken. Entspannen Sie Stirn, Wangen und Mundpartie.

Wandern Sie zum Schluss noch einmal langsam von oben bis ganz unten durch den Körper. Nehmen Sie wahr, wie er sich jetzt anfühlt und genießen Sie die Entspannung.

Wenn Sie genug davon haben, spannen Sie die Muskeln wieder an: rekeln und strecken Sie sich, atmen Sie tief durch und öffnen langsam die Augen. Dann drehen Sie sich auf die Seite und setzten sich vorsichtig wieder auf.

Eine etwas andere Reise durch den Körper…

…können Sie derzeit in Salzburg im Haus der Natur erleben.

Wie funktionieren Lunge, Leber oder Niere? Wie arbeitet unser Herz? Warum geht die Liebe durch den Magen? In der neuen Ausstellung im Haus der Natur in Salzburg  entdeckt man unser bewegtes Innenleben einmal aus einer anderen Perspektive! Vielleicht ein guter Tipp für einen verregneten Ferientag .

Nähere Infos unter www.hausdernatur.at