Kinder und Bewegung

Wenn Kinder selten herumtollen und sich wenig bewegen, kann das auf ihr Bewegungsverhalten im Erwachsenenalter negativen Einfluss haben. Menschen, die sich bereits im Kindesalter regelmäßig bewegt haben, tun das meist auch im Erwachsenenalter mit Freude.

Bewegung spielt ab dem ersten Lebensjahr eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung körperlicher (motorischer) und geistiger (kognitiver) Fähigkeiten. Ein spezielles Trainingsprogramm ist in diesem Alter ebenso wenig notwendig wie eine Spezialisierung auf bestimmte Sportarten.

Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Dieser sollte nicht eingeschränkt werden!

Bewegung fördert die Bildung von Nervenzellen im Gehirn: Kinder, die sich regelmäßig bewegen, können sich besser konzentrieren als Bewegungsmuffel.

Bewegung im Alter

Die Alterungsvorgänge haben nicht nur biologische Ursachen, sondern werden wesentlich durch einen Mangel an körperlicher Aktivität beeinflusst. Deshalb altern Menschen, die sich zu wenig bewegen, rascher als jene, die regelmäßig und vor allem lebenslang ausreichend körperlich aktiv sind.

Schon ab dem 35. Lebensjahr nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit langsam ab. Infolge der Alterungsprozesse sinkt der Energiegumsatz, die Muskeln werden schwächer, die Ausdauer lässt nach, und die Knochendichte nimmt ab. Die Leitfähigkeit der Nerven und die Reflexe werden langsamer: Das Immunsystem verliert an Widerstandskraft, und es beginnen sich chronische Krankheiten zu entwickeln. Diese Alterungsprozesse können aber durch körperliche Aktivität und gezieltes Training wesentlich verzögert werden.

Bewegung schützt auch vor chronischen Erkrankungen, die besonders häufig im Alter auftreten. Dazu zählen Adipositas, Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen (zum Beispiel Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit oder Schlaganfall), Wirbelsäulenschäden, Osteoporose, Arthrose und Krebs.

Tut's weh?

Laufen soll ja Spaß machen und entspannen. So weit die Theorie. In der Praxis geht es brutaler zu. Wer länger läuft, hat ein Zipperlein. Oder mehrere. Wer anfängt zu laufen, erst recht. Wer ehrlich ist, wird feststellen, dass beim Laufen immer etwas weh tut. Läufer sind Meister der Selbstbespiegelung. Sie horchen genau in ihren Körper, wenn sie nach Erklärungen für ihre schlechte Leistung suchen. Aber auch das Gegenteil gilt. Wer mitten im Training für den ersten Marathon steckt, der überhört jedes Warnsignal. Endorphine können ihren Teil beitragen, weil sie tatsächlich ein wenig gegen Schmerzen immunisieren.

Die Kunst besteht darin, herauszufinden, was wirklich eine Verletzung sein könnte. Jeder Schmerz, der erstmals auftritt, ist ein Warnsignal. Ziehen in den Beinen hingegen ist normal, auch Verspannungen im Schultergürtel sind nicht ungewöhnlich und verschwinden oft sogar durch Laufen. Auch wenn Ferndiagnosen riskant sind, so kann doch gelten: Ungewohnte Schmerzen an der Achillessehne, an Knie und Hüfte sowie anhaltender Druck oder Stechen im Brustkorb sollten ernst genommen werden. Alles, was nach 48 Stunden verschwunden ist und nicht wieder kehrt, war wohl nicht schlimm.

Aus Achilles`Verse von Achim Achilles


Dieser humorvolle Auszug mit durchaus ernstem Hintergrund stammt aus unserem aktuellen Buchtipp. Hajo Schumacher schreibt unter dem Pseudonym Achim Achilles launige und ironische Kolumnen bei Spiegel online über Läufer, Walker und die Eigenheiten vieler Hobbysportler. Im vorliegenden Buch schlägt er sich mit den drängenden Fragen von Millionen Läufern herum, gibt Antwort, mit welchem Eiweißcocktail man den Amino – Enzym GAU vermeidet oder wie man Stilsicherheit bei der Wahl des richtigen Sportbekleidungs – Labels gewinnt.

Wer mehr von ihm lesen will, findet gute Tipps zum Thema Laufen und Joggen unter www.achim-achilles.de.