Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum!

Wer hat heute noch Träume?
Können wir uns Träume überhaupt noch leisten?
Was bedeutet Traum?

Wenn ich eine Vision habe, sehe ich vor meinem inneren Auge etwas Zukünftiges, das noch nicht Wirklichkeit ist. Eine Vision ist ein Bild von der Zukunft, das begeistert.
Auf das persönliche Leben bezogen bedeutet das, ein motivierendes Bild von der eigenen Zukunft zu malen. Jeder von uns ist ein einzigartiger Mensch mit besonderen Begabungen und Möglichkeiten. Für jeden von uns gibt es Aufgaben, die uns Freude machen und für die unser Herz schlägt.
Wenn wir zwar Träume haben, diese aber nie verwirklichen, weil wir glauben, es funktioniert nicht oder wir können das nicht erreichen, oder die Hindernisse sind unüberwindbar, dann träumen wir unser Leben.
Andere sind so beschäftigt mit dem Wichtigen und Dringenden in ihrem Leben, dass sie von den Sachzwängen gefangen genommen sind. Sie sind sehr aktiv, aber versäumen ihr Leben ebenfalls, weil sie gelebt werden anstatt selbst zu leben.

Egal, an welcher Stelle wir gerade stehen, wir haben immer die Chance, etwas zu verändern und Schritte in die richtige Richtung zu gehen, hin zu dem Leben, für das wir gemacht sind.

Was dabei hilft, ist es, sich einige Fragen zu stellen. Nehmen Sie sich einmal ein paar Stunden Zeit dafür. Was sind ein paar Stunden gegen den Rest Ihres Lebens?

Lebe ich oder werde ich gelebt?

Wenn ich heute an mein eigenes Begräbnis denke, was würde ich dort sehen? Was würden die Menschen über mich sagen? Uns wer würde dort an meinem Grab stehen? Vom Ende her zu denken hilft für die Konzentration auf das Wesentliche. Was möchte ich gerne, das bei meinem Begräbnis über mich in Erinnerung bleibt? Was ist mir wirklich wichtig und was möchte ich gerne in meinem Leben noch verwirklichen?

Überlebende der Tsunami-Katastrophe 2004 berichten von drei Gedanken, die ihnen im Augenblick des vermeintlichen Todes plötzlich bewusst wurden. Erstens die Bedeutung ihrer wichtigsten Beziehungen, verbunden mit der Erkenntnis, sie hätten mehr in andere Menschen investieren sollen. Zweitens die Frage nach dem Sinn des Lebens, verbunden mit der Feststellung, das bisherige Leben könne doch nicht alles gewesen sein. Und drittens das Thema Prioritäten. Viele erkannten, dass sie bisher ihre Prioritäten falsch geordnet hatten und setzten sich neue Lebensziele.

Die Erkenntnisse der Tsunami-Opfer decken sich mit den letzten Worten vieler am 11.September 2001 im World Trade Center eingeschlossener Menschen. Die häufigste SMS aus den einstürzenden Türmen war die Nachricht: I love you. Im Angesicht des Todes wurde den Menschen bewusst, was wirklich wichtig war im Leben.

Randy Pausch, frühverstorbener Informatiker und Miterfinder der Google-Benutzeroberfläche, sagte in seiner legendären letzten Vorlesung den Satz "Auf unserem Sterbebett werden wir nicht die Dinge bereuen, die wir getan haben - sondern die Dinge, die wir nicht getan haben." Wie recht er hat, lässt sich nun in einem Buch der australischen Sterbebegleiterin Bronnie Ware nachlesen. Auf 280 Seiten hat sie die fünf Dinge zusammengetragen, die Sterbende am meisten bereuen.

Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.
Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.
Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken.
Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrecht erhalten.
Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein.

Die gute Nachricht für uns: wir haben noch Zeit, die Weichen unseres Lebens anders zu stellen. Entscheidend ist, was wir mit dem Rest unseres Lebens anfangen, nicht, was wir bisher getan haben. Glücksforscher haben herausgefunden, dass“ Glücklich sein“ und Lebensqualität am meisten mit der Zufriedenheit zu tun haben, die wir aus Familie, Freundschaften und dem Umgang mit guten Bekannten bekommen. Wir haben die Sehnsucht in uns nach Anerkennung und Wertschätzung. Wir wollen in gesunden Beziehungen einander nahestehen, Zeit und Kraft in sie zu investieren, lohnt sich daher immer.

Im Herzen jedes Menschen brennen drei Fragen, die elementar sind, die nach einer Antwort verlangen. Erstens die Frage nach der Identität: Wer bin ich? Woher komme ich? Und wohin gehe ich? Dann die Frage nach meinem Wert? Was bin ich wert, wenn ich eines Tages nichts mehr leisten kann? Drittens die Frage nach der Sicherheit: Was gibt mir Sicherheit, wenn alles um mich her zusammenfällt?

Erst wenn die Fragen des Herzens nachhaltig beantwortet sind, können wir inneren Frieden finden.

Gott träumt einen Traum mit uns. Er möchte uns ein erfülltes Leben schenken. Wir sind wie Vögel, die in einem Hühnerhof umherlaufen, weil sie vergessen haben, dass sie Flügel haben und fliegen können. Die Sehnsucht in unserem Herzen bleibt ungestillt, die Erinnerung an eine Freiheit, für die wir geschaffen sind, lässt uns nicht los.

Wie wäre es, neu zu beginnen und unserem Herzen eine neue Chance zu geben? George Bernard Shaw sagte: „Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute. Seht euch an, wohin uns die normalen gebracht haben.“ Die beste Zeit ist heute! Nichts passiert, bis jemand zu träumen beginnt. Leben wir weiter wie bisher, kommen wir zu ähnlichen Ergebnissen wie bisher. Wollen wir eine neue Dimension von Leben, dann müssen wir neue Wege wagen. Konrad Adenauer sagte: „Man darf niemals „zu spät“ sagen – es ist immer Zeit für einen neuen Anfang!“

Wovon träumen Sie?